11.12.2022 - 24.09.2023

3-modulige zertifizierte Fortbildungsreihe: Grundlagen geschlechterreflektierter Pädagogik als Prävention von Vielfaltsfeindlichkeit und Rechtsextremismus

Leitung: Sarah Klemm und Ulla Wittenzellner

Die vollständige Ausschreibung kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Thema:

Geschlecht und Geschlechterverhältnisse spielen in pädagogischen Settings eine wichtige Rolle: für die pädagogischen Fachkräfte, für Kinder und Jugendliche, für Erwachsene, im Lehrmaterial, in Lebenswelten, usw.

Geschlechteranforderungen – also Erwartungen daran, wie sich Menschen aufgrund ihres tatsächlichen oder zugeschriebenen Geschlechts verhalten, was sie mögen, wie sie aussehen sollen, etc. – können Kinder und Jugendliche einschränken und an einer freien Entfaltung ihrer Interessen, Möglichkeiten und Fähigkeiten hindern. Alle Kinder und Jugendlichen stehen unter dem Druck, als „richtiger“/„normaler“ Junge oder „richtiges“/„normales“ Mädchen bei Peers, Pädagog_innen und Eltern akzeptiert zu werden: Jungen, die sich nicht für Fußball interessieren oder gerne Kleider tragen, laufen Gefahr, abgewertet zu werden. Mädchen, die laut sind oder sich nicht für ihr Aussehen interessieren, gelten als unweiblich. Kinder, die nicht-binär sind, werden meist nicht wahr- oder ernst genommen.

Geschlechterreflektierte Pädagogik möchte diesen sozialisatorischen Verengungen und den damit einhergehenden Abwertungen und Diskriminierungen entgegenwirken. Die Fortbildungsreihe widmet sich der Frage, wie Kinder und Jugendliche bestmöglich in ihrer individuellen Entwicklung unterstützt und von Geschlechteranforderungen entlastet werden können.

Geschlechtliche Platzanweiser – also klare Vorstellungen davon, wie Männer und Frauen sind und was ihre Rolle in der Gesellschaft, Familie, etc. umfasst – sind darüber hinaus relevant für die Anschlussfähigkeit rechter und extrem rechter Weltbilder. Diskriminierendes Verhalten steht zudem auch über die extreme Rechte hinaus mit engen Geschlechterbildern in Verbindung. Wenn beispielsweise Jungen und Männern abverlangt wird, allzeit souverän zu sein, kann daraus folgen, Verunsicherungen durch diskriminierendes Verhalten abzuwehren. Bei Mädchen und Frauen gibt es analoge Muster. Die Anziehungskraft verengter Geschlechterbilder, insbesondere für junge Männer, verweist insofern auch auf grundlegende Verunsicherungen angesichts einer komplexen, diversen, sich stetig wandelnden Gesellschaft, mit denen alle Menschen konfrontiert sind.

Vor diesem Hintergrund behandeln wir im Rahmen der Fortbildungsreihe auch die Potenziale geschlechterreflektierter Pädagogik für die Prävention von Diskriminierung, Vielfaltsfeindlichkeit und Rechtsextremismus. Wir betrachten rechte Geschlechterpolitiken und die subjektive Funktionalität von Diskriminierung, um hieraus Rückschlüsse für die pädagogische Praxis zu ziehen.

Folgende Inhalte sind geplant:

  • Geschlechterverhältnisse und ihre Bedeutung für die Pädagogik: Männlichkeit und Männlichkeitsanforderungen, Weiblichkeit und Weiblichkeitsanforderungen
  • Sexuelle, geschlechtliche und amouröse Vielfalt
  • Rechte Geschlechterpolitiken
  • Potenziale geschlechterreflektierter Pädagogik für die Prävention von Rechtsextremismus, Diskriminierung und Vielfaltsfeindlichkeit
  • Ziele und Herangehensweisen geschlechterreflektierter Pädagogik
  • Selbstreflexion, Biografiearbeit und Weiterentwicklung der professionellen Haltung
  • Vorstellung, Erprobung und Reflexion von Methoden
  • Weiterentwicklung der eigenen Handlungsfähigkeit und pädagogischen Praxis
  • kollegialer Austausch und Vernetzung

Arbeitsweise:
Wir bemühen uns um eine wertschätzende und fehlerfreundliche Arbeitsatmosphäre, in der Fragen und Unsicherheiten Raum haben. Eine diskriminierungskritische Grundhaltung ist uns wichtig. Wir arbeiten mit einer Kombination aus Inputs, Gruppenarbeiten, Selbstreflexion und Biografiearbeit, Filmclips sowie Methoden für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die jeweils im Hinblick auf ihre Anwendbarkeit reflektiert werden.

Zielgruppen:
Pädagogische Fachkräfte aller Professionen, Lehrkräfte, politische Bildner*innen, Multiplikator*innen

Termine:
Modul 1: 02.-05. März 2023 (Donnerstag - Sonntag)
Modul 2: 16.-18. Juni 2023 (Freitag - Sonntag)
Modul 3: 22.-24. September 2023 (Freitag - Sonntag)

Modul 1: Donnerstag 18-20 Uhr, Freitag und Samstag jeweils 10-18 Uhr mit einer Abendeinheit bis 20 Uhr am Freitag, Sonntag 10-16 Uhr.
Modul 2 und 3: Jeweils Freitag 18-20 Uhr, Samstag 10-20 Uhr und Sonntag 10-16 Uhr.

Ort:
Die Fortbildungsreihe findet im Tagungshaus Alte Feuerwache, Axel-Springer-Straße 40/41, 10969 Berlin statt. Alle Module sind als Präsenzveranstaltungen geplant. Für den Fall, dass die Pandemiesituation keine Präsenzfortbildung zulässt, werden ggfls. Teile der Reihe digital stattfinden.

Kosten:
50 Euro Teilnahmebeitrag, der vorab zu entrichten ist.
Hinzu kommen ca. 50 Euro Verpflegungskosten pro Modul, die jeweils nach den Modulen zu entrichten sind.

Die Fortbildungsreihe ist in Berlin als Bildungsveranstaltung gemäß des Bildungszeitgesetzes anerkannt.

Zertifizierung:
Alle Teilnehmer*innen erhalten eine Teilnahmebescheinigung. Um die Zertifizierung zur Fachkraft für geschlechterreflektierte Pädagogik zu erwerben, muss zusätzlich ein Praxismodul geplant und reflektiert werden.

Anmeldeverfahren:
Die Anmeldung erfolgt per Email an: anmeldung-fortbildung@dissens.de. Wir bitten um folgende Angaben: Name, Wohnort, Tätigkeitsfeld, Motivation/Interesse. Wenn wir darüber hinaus in Bezug auf deine/Ihre Identitäten, Zugehörigkeiten und/oder Diskriminierungserfahrungen etwas wissen sollten, schreibt/schreiben Sie uns gerne auch das. Diese Information wird selbstverständlich vertraulich behandelt.

Anmeldeschluss ist der 11. Dezember 2022.
Zu- oder Absagen erhalten Sie/erhältst du nach Ende des Anmeldezeitraums.

Barrieren:
Die Fortbildungsreihe findet in deutscher Lautsprache statt. Das Tagungshaus Alte Feuerwache ist für Personen mit Rollstuhl zugänglich. Bitte melden Sie sich/meldet Euch bei uns, wenn Sie/Ihr hierzu weitere Informationen benötigen/benötigt.

Interessierte, die Fragen haben oder Hindernisse (finanzielle oder andere) für eine Teilnahme sehen, können sich gerne unter anmeldung-fortbildung@dissens.de bei uns melden und wir versuchen, eine Lösung zu finden!

Die Fortbildungsreihe findet im Rahmen des Projekts Schnittstelle Geschlecht – Geschlechterreflektierte Bildung als Prävention von Sexismus, Vielfaltsfeindlichkeit und Rechtsextremismus statt. Das Projekt wird gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Justiz, Vielfalt und Antidiskriminierung, im Rahmen des Landesprogramms gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus.


09.12.2022 - 09.12.2022

Ganztägiger Online-Workshop: Kritische Männlichkeit(en)

Was bedeutet eine kritische Auseinandersetzung mit Männlichkeit(en)? Offen für alle Geschlechter.

Ist Männlichkeit ein Problem oder hat Männlichkeit ein Problem?

Menschen, die als Männer leben, werden mit Männlichkeitsanforderungen konfrontiert. Diese prägen die Art und Weise, wie sich diese bewegen, fühlen, arbeiten, Gewalt ausüben, lieben und in Beziehungen verhalten. Spätestens seit #metoo, seit „toxische Männlichkeit“ in aller Munde ist, ist eines klar: Wer sich ernsthaft für Gleichberechtigung interessiert, muss sich mit (der eigenen) Männlichkeit befassen. Aber wie?

Wie funktioniert eine kritische Auseinandersetzung mit Männlichkeit(en)? Was sind Männlichkeiten? Wie kann ich kritisch mit (meinen) Männlichkeit(en) umgehen? Wie und wann nutze und/oder performe ich sie? Wo schränken mich (meine) Männlichkeit(en) ein?

In einem ganztägigen Online-Seminar wollen wir diesen Fragen nachgehen, uns austauschen und erste Spuren legen, wo die Auseinandersetzung hin gehen könnte.

Datum: 09.12.2022, 10 Uhr - 17 Uhr

Ort: Online via Zoom (Der Link wird eine Woche vorher versendet.)

Zielgruppe: Alle Interessierten. Der Workshop richtet sich an Menschen aller Geschlechter.

Anmeldung: bis 25.11.2022 unter anmeldung-fortbildung[at]dissens.de

Kosten: Die Teilnahme ist kostenfrei.

Referent*innen:

Jana Haskamp  und  Blu Doppe

Technik:

Zoom: Das Online-Seminar findet passwortgeschützt über Zoom statt.

Technische Ausstattung: Teilnehmende brauchen eine Kamera und ein Mikrofon.

Fortbildung per Zoom: Es empfiehlt sich eine Teilnahme über einen Computer. Der volle  Funktionsumfang steht nur bei einer Teilnahme über die Zoom-App zur Verfügung, aber eine Teilnahme über den Browser ohne Zoom-Installation ist auch möglich. Eine Teilnahme über Smartphone oder Tablet ist ebenfalls möglich, aber durch den kleinen Bildausschnitt erfahrungsgemäß anstrengend und es steht nicht der volle Funktionsumfang zur Verfügung. Wir bitten insbesondere Zoom-unerfahrene Teilnehmende und alle, die die Kommentarfunktion nicht sicher beherrschen, genug Zeit für den Technik-Check-In einzuplanen, um eine Chance zu haben, technische Probleme zu erkennen und bestmöglich zu lösen. Es empfiehlt sich, sich bereits vorher mit Zoom vertraut zu machen.

Barrieren: Das Seminar findet in deutscher Lautsprache statt. Die Vorträge werden teils durch PowerPoint-Visualisierungen unterstützt. Diese können bei Bedarf vorab zugesandt werden. Bei rechtzeitiger Nachricht bemühen wir uns darum, so vorzutragen, dass der Vortrag auch ohne die Visualisierungen zu verstehen ist.

Datenschutz: Die Teilnehmenden-Dokumentation für die Fördergeber_innen findet per Screenshot mit ausgeschalteten Videos statt. Für die Dokumentation relevante Chat-Inhalte (z.B. Literaturhinweise, inhaltliche Brainstormings etc.) gehen maximal unter Nennung des Vornamens in die Dokumentation ein, über den Chat geäußerte Anonymisierungs- bzw. Streichungswünsche werden berücksichtigt. Weiter Informationen zum Datenschutz finden sich unter https://www.dissens.de/disclaimer (die Anmerkungen zur Aufzeichnung von Präsentationen entfallen für dieses Seminar – wir werden nicht aufzeichnen). Die Anmeldung gilt als Einverständnis mit den genannten Hinweisen und Dokumentationsformen. Sie gilt ebenfalls als Einverständnis mit der Speicherung der im Anmeldevorgang genannten Daten zum Zweck der Teilnehmenden-Verwaltung. Bzgl. Datenschutz bei Zoom-Nutzung verweisen wir auf die Datenschutzaussagen von Zoom, für Zuwiderhandlungen durch Zoom tragen wir keine Verantwortung. Rückfragen zu Zoom-Einstellungen können an die Anmelde-Adresse gerichtet werden.

Der Workshop findet im Rahmen des Projekts „Antifeminismus begegnen – Demokratie stärken“ statt. Das Projekt wird vom Gunda-Werner-Institut der Heinrich-Böll-Stiftung, der Amadeu Antonio Stiftung und Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V. gemeinsam umgesetzt. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.


03.12.2022 - 04.12.2022

Workshop: Sexismus und Weiblichkeiten

Wann: Samstag 03.12.2022, 10-18 Uhr, und Sonntag 04.12.2022, 10-16 Uhr.

Ort: Stadtteilzentrum Desi e.V., Brückenstr. 23, 90419 Nürnberg.

Zielgruppe: Der Workshop richtet sich an Menschen, die Lust haben, sich mit den eigenen Sexismuserfahrungen auseinanderzusetzen, und die:

  • als Frauen leben, oder
  • als Mädchen oder Frauen behandelt wurden und/oder werden, obwohl sie dies nicht (oder nur teilweise) sind.

Referent_innen: Laura Sasse, Ulla Wittenzellner und Sarah Klemm, wissenschaftliche Mitarbeiter_innen und Fortbildner_innen bei Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V.

Inhalte:

In den letzten Jahrzehnten haben feministische und queere Bewegungen viele Rechte und Freiheiten für Frauen sowie für trans*, inter* und nicht-binäre Personen erkämpft und Sexismus auf unterschiedlichsten Ebenen kritisiert. Feministische Bewegungen (z.B. #metoo) haben das Wissen über Sexismus vergrößert und rechtliche Erfolge erzielt, beispielsweise die Verankerung des Grundsatzes „Nein heißt Nein“ im Sexualstrafrecht.

Nichtsdestotrotz gehört Sexismus – unter anderem sexistische Sprüche, Übergriffe und Abwertungen – nach wie vor zum Alltag von Mädchen und Frauen. Sexismus gehört auch zum Alltag vieler inter*, trans* und nicht-binärer Personen, die als Mädchen oder Frauen wahrgenommen werden oder in der Vergangenheit als solche wahrgenommen wurden, obwohl sie dies nicht (oder nur teilweise) sind.
Menschen, die sich für Gleichstellung, Feminismus und die Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt einsetzen, werden zudem häufig angegriffen, u.a. weil sie angeblich Familien zerstören, Männer hassen, oder „Genderwahn“ verbreiten würden.

In unserem zweitägigen Workshop wollen wir uns über Sexismuserfahrungen und mögliche Umgangsstrategien austauschen. Wir sprechen über Weiblichkeitsanforderungen sowie darüber, was wir unter Sexismus verstehen und wie er sich aktuell äußert. Wir beschäftigen uns dabei auch mit unseren eigenen Biografien und Erfahrungen. Nicht zuletzt wird es um Umgangsstrategien sowie um Ressourcen und Kraftquellen gehen, die uns stärken. Wir wünschen uns dabei eine wohlwollende, solidarische, fehlerfreundliche und diskriminierungskritische Atmosphäre.

 

Organisatorisches:

Kosten: Die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmeldung: Die Anmeldung erfolgt unter anmeldung-fortbildung(at)dissens.de mit folgenden Angaben: Name, Organisation/Institution/Tätigkeit, Interesse bzw. Anliegen.
Wir behalten uns vor, von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen und/oder antifeministischen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen und/oder antifeministischen Szene zuzuordnen sind, oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antifeministische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind bzw. während des Workshops damit in Erscheinung treten, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Barrieren: Das Seminar findet in deutscher Lautsprache statt. Die Räume sind für Personen mit Rollstuhl barrierefrei zugänglich.

 

Der Workshop findet im Rahmen des Projekts „Antifeminismus begegnen – Demokratie stärken“ statt. Das Projekt wird vom Gunda-Werner-Institut der Heinrich-Böll-Stiftung, der Amadeu Antonio Stiftung und Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V. gemeinsam umgesetzt. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.


30.11.2022

Internationale Abschlusskonferenz ECaRoM zu fürsorglichen Männlichkeiten 30.11.22 in Vilnius

Einladung zur internationalen Abschlusskonferenz des Projektes ECaRoM - Förderung fürsorglicher Männlichkeiten in der frühen Erziehung und Bildung am 30. November 2022 in Vilnius (Litauen)

 

Die Konferenz ist der letzte Teil des Projekts ECaRoM (https://ecarom.eu/). Ziel des Projekts ist die Förderung des Konzeptes „caring masculinities“ (fürsorgliche Männlichkeiten) in der pädagogischen Praxis in der Kita und Grundschule. Kinder, insbesondere Jungen*, sollen die Bedeutung von Fürsorge für sich selbst, für andere und für ihr Umfeld schon in frühem Alter wertschätzen lernen.

Das Projekt wird von sechs Organisationen mit Sitz in sechs verschiedenen europäischen Ländern durchgeführt: Dissens - Institut für Bildung und Forschung e.V. (Deutschland), Verein für Männer und Geschlechterthemen (VMG) (Österreich), Istituto degli Innocenti (Italien), Center of Women's Studies and Policies (Bulgarien), The Peace Institute (Slowenien) und Center for Equality Advancement (Litauen).

Im Rahmen der Konferenz werden die Erkenntnisse und Ergebnisse des Projekt präsentiert: Die Forschungsergebnisse zur Analyse des Status quo der frühkindlichen Bildung in den teilnehmenden Ländern in Bezug auf fürsorgliche Männlichkeiten, die pädagogischen Materialien für pädagogische Fachkräfte sowie die Handlungsempfehlungen zur Förderung fürsorglicher Männlichkeiten.

Die Konferenz wird hybrid durchgeführt mit begrenzten Kapazitäten vor Ort und richtet sich nach den geltenden Pandemiebestimmungen. Das detaillierte Programm wird zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht. Wir bitten um eine vorherige Anmeldung unter: https://forms.gle/eJExWNtsEA7S6FYk7

Programm der Veranstaltug

Veranstaltungsort: Gedimino av. 16, Vilnius (Lithuania)


18.11.2022 - 18.11.2022

Online-Workshop: Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit christlich-fundamentalistischem Antifeminismus in der sozialen Arbeit

Der Workshop beschäftigt sich mit dem Erkennen von und dem Umgang mit christlich-fundamentalistischem Antifeminismus in der Sozialen Arbeit.

Anknüpfend an den Vortrag „Antifeminismus im Kontext christlich-fundamentalistischer Sozialarbeit“ am 17.November. beschäftigt sich der Workshop mit dem Erkennen von und dem Umgang mit christlich-fundamentalistischem Antifeminismus in der Sozialen Arbeit. Aufbauend auf Praxisbeispielen werden gemeinsam Handlungsmöglichkeiten entwickelt und Instrumente zur kollegialen Beratung erprobt. Der Workshop findet online statt und richtet sich an Praktiker*innen aus allen Feldern der Sozialen Arbeit, insbesondere an diejenigen, die selbst mit antifeministischen Vorfällen konfrontiert sind.

Das Seminar findet 10-17 Uhr online via Zoom statt und ist kostenfrei.

Anmeldung unter: anmeldung-fortbildung[ät]dissens.de. Anmeldeschluss ist der 14. November 2022 und die Anmeldezahl ist auf 16 Personen beschränkt. Zu- oder Absagen erhalten Sie zeitnah. Die Zugangsdaten senden wir Ihnen ein paar Tage vor dem Seminar per Mail zu.

Workshopleitung: Laura Sasse und Peps Gutsche
 

Der Workshop findet im Rahmen des Projekts "Antifeminismus begegnen - Demokratie stärken" statt, ein Verbundprojekt von Dissens - Institut für Bildung und Forschung e.V., der Amadeu-Antonio-Stiftung und dem Gunda-Werner-Institut der Heinrich-Böll-Stiftung. Das Projekt wird gefördert im Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

 

 


17.11.2022 - 17.11.2022

Online Vortrag und Diskussion: Antifeminismus im Kontext christlich-fundamentalistischer Sozialarbeit

Der Vortrag von Len Schmid (mobirex) befasst sich mit den Leitfragen, wie christlich-fundamentalistischer Antifeminismus organisiert ist und welche Ziele mit derartigen Professionalisierungsbestrebungen verbunden sind.

 

Online-Vortrag mit Len Schmid (mobirex)

Ob  „Beratungsstellen“ die Frauen und ihre Männer nach Schwangerschaftsabbrüchen 'heilen' sollen, Jugendreisen oder Angebote der „Sexualerziehung“ an Schulen - die Einflussnahme konservativer, christlich-fundamentalistischer und antifeministischer Akteur_innen auf verschiedene Bereiche der Sozialen Arbeit sind vielseitig und groß.

Der Vortrag befasst sich mit den Leitfragen, wie christlich-fundamentalistische und antifeministische Sozialarbeit organisiert ist und welche Ziele mit derartigen Professionalisierungsbestrebungen verbunden sind. Außerdem wird sich anhand von Analysen verschiedener Konzepte und Materialien aus dem christlich-fundamentalistischem Spektrum der Frage gewidmet, welche Haltung in den einzelnen Angeboten transportiert wird und welche Folgen damit einhergehen. Zeitlicher Rahmen: 18-20 Uhr.

Anmeldung zum Vortrag unter: anmeldung-fortbildung[at]dissens.de
Den Zoomlink zum Vortrag erhalten Sie einige Tage vor der Veranstaltung per Mail.

Am 18. November 2022 von 10-17 Uhr findet ein an den Vortrag anknüpfender online Workshop statt mit dem Titel: Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Antifeminismus in der sozialen Arbeit. Mehr dazu hier.

Vortrag und Workshop finden im Rahmen des Projekts "Antifeminismus begegnen - Demokratie stärken" statt, ein Verbundprojekt von Dissens - Institut für Bildung und Forschung e.V., der Amadeu-Antonio-Stiftung und dem Gunda-Werner-Institut der Heinrich-Böll-Stiftung. Das Projekt wird gefördert im Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.


09.11.2022

Workshop: Geschlechtliche Vielfalt in der Jungen*arbeit in Kiel

Wie können trans- und nicht-binäre Jugendliche aktiv eingeladen werden? Im Workshop wollen wir uns
dieser Frage stellen und schauen was es dazu von Seite der geschlechterreflektierten Pädagogik braucht
und wie inklusive pädagogische Rahmen aussehen könnten.

Leitung: Dr. Daniel Holtermann

Workshop auf dem Fachtag Queersensible Mädchen*- und Jungen*arbeit

09.11.2022 von 9:30 - 14:00 Uhr

Audimax der Fachhochschule Kiel

Sokratesplatz 1, 24149 Kiel

ANMELDUNG
Bitte melden Sie sich bis zum 01.11.22 per
E-Mail unter johanna.nuhn@ljrsh.de an.

Weitere Informationen: Veranstaltungsflyer


17.10.2022 - 18.10.2022

Netzwerktagung "Antifeminismus begegnen - Demokratie stärken"

Ein Austausch über Wissen, Erfahrungen und Strategien

Die Netzwerktagung will bundesweit Menschen bzw. Organisationen unterschiedlichster Art zusammenbringen. Unser Ziel ist es, gemeinsam und solidarisch Antifeminismus zu erkennen und kritisch zu begegnen.

Eine zweitägige Netzwerktagung mit Inputs, Workshops und viel Raum für Austausch und Vernetzung:

Das gesellschaftspolitische Klima hat sich verändert. Feminismus ist so präsent wie nie: Themen der Vielfalt und Selbstbestimmung werden ernster genommen, auch von der Regierungskoalition.

Gleichzeitig begegnen uns auch konservative bis extrem rechte Widerstände gegen u. a. Antidiskriminierung, vielfaltsfördernde Arbeit und die Stärkung von Frauen und LGBTIQA+. Starre Vorstellungen von Geschlechtern, Familienidealen oder auch andere vermeintliche „Traditionen“ werden verteidigt. Manchmal sogar orchestriert und das über Ländergrenzen hinweg – bis in die sogenannte gesellschaftliche Mitte.

Antifeminismus hat viele Gesichter. Antifeministische Anfeindungen finden wir im beruflichen, ehrenamtlichen oder privaten Alltag – z. B. in Form eines unkritischen Medienbeitrags, einer verbalen Abwertung, einer digitalen Hasskampagne oder auch physischer Gewalt. Aufgrund der unterschiedlichen Spielarten fällt es oft nicht leicht zu erkennen, dass eine antifeministische Anfeindung stattgefunden hat. Ganz besonders, weil Sexismus und andere Abwertungen darin oft eine große Rolle spielen. Es fehlt zudem an Austauschräumen, Hintergrundwissen und praktischen Strategien, um dem etwas entgegenzusetzen.

Ort: im Konferenzzentrum der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin

Veranstalter*innen: Die Netzwerktagung findet im Rahmen des Projekts „Antifeminismus begegnen - Demokratie stärken“ statt. Das Projekt ist eine Kooperation vom Gunda-Werner-Institut, der Amadeu Antonio Stiftung und Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V.

Anmeldung  hier

Hier gehts zum Programm

Die Veranstaltung richtet sich an

  • Demokratie leben!-Programmpartner*innen
  • staatliche und zivilgesellschaftliche Akteur*innen bzw. Multiplikator*innen
  • Menschen, die in der Forschung, sozialen Arbeit/Beratung, Pädagogik, Bildung oder Politik aktiv sind
  • von Antifeminismus Betroffene
  • und Menschen, die sich für die Themen (Anti-)Feminismus, Sexismus und Geschlecht interessieren, damit schon Erfahrungen gemacht haben oder dazu arbeiten.

04.10.2022 - 07.10.2022

Fortbildung: Kritische Auseinandersetzung mit Männlichkeit(en) in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Die Fortbildung zielt darauf ab, eine praktische Orientierung und Wissen darüber zu entwickeln, welche Bedeutung Männlichkeiten* in der pädagogischen Arbeit haben. Es soll ein pädagogischer Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt sowie eine kritische Auseinandersetzung mit Männlichkeitsversprechen und -anforderungen entwickelt werden. Was verstehen wir jeweils persönlich unter Männlichkeit(en)? Was heißt das für Kinder, Jugendliche und speziell für Jungen* und was bedeutet es für eine pädagogische Arbeit mit ihnen? Wie sehen wir uns selbst als Pädagog*innen sowie unsere Zielgruppen durch eine (kritische) Geschlechter- und Männlichkeitsbrille? Mit einer Mischung aus Reflexionen eigener Positionen, theoretischen Inputs sowie praktischen Erprobungen, körperorientierten Arbeitsweisen, Einzel-, Klein- und Großgruppenarbeiten werden die Ziele verfolgt.

Dozent*innen: Olaf Stuve und Blu Doppe

Kosten: 200,- €

Ort: Akademie Waldschlösschen

Anmeldung und weitere Informationen: https://www.waldschloesschen.org/de/veranstaltungsdetails.html?va_nr=2256

 


20.09.2022 - 21.09.2022

Fortbildung: Jungen* können fürsorglich sein – wie können wir sie dabei unterstützen?

Die entscheidende Rolle, die unbezahlte Fürsorgearbeit und Fürsorgeberufe in unserer Gesellschaft spielen, hat die Corona-Pandemie noch einmal verdeutlicht. Doch warum arbeiten so wenig Männer in sozialen Berufen und übernehmen Fürsorgeaufgaben im Haushalt? Neben der gesellschaftlichen Bewertung von Fürsorge spielen unter anderem traditionelle Geschlechtsanforderungen eine Rolle: Durch diese wird Fürsorge Mädchen zugeschrieben und Jungen nicht. Einen großen Einfluss auf die Veränderung dieses Zustandes und die Verbindung von Fürsorge und Männlichkeit kann die Pädagogik haben. Eine erfolgreiche Erweiterung des Verhaltens von Jungen* hin zu mehr individueller und gesellschaftlicher Fürsorge hat zur Voraussetzung, dass pädagogische Fachkräfte ihnen geschlechtersensibel zur Seite stehen. Sie erhalten neben relevanten Informationen, darunter das Konzept der fürsorglichen Männlichkeiten, die Möglichkeit, vielfältige Methoden zu erproben, die in der Arbeit mit Jungen* zum Einsatz kommen können. Die leitende Fragestellung ist: Wie lassen sich Jungen* zu mehr Fürsorge unterstützen?

Dozent*in Dr. Daniel Holtermann

Zielgruppe: Fachkräfte der Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit aus Berlin und Brandenburg

Ort: Jagdschloss Glienicke

Anmeldeschluss: 26.07.2022

Anmeldung unter: https://sfbb.berlin-brandenburg.de/sixcms/detail.php/871812?_det=1027897&_nav=975787&_kat=1027850