03.02.2023 - 03.02.2023

Workshop: Antifeminismus begegnen… aber wie?!

1,5 tägiger Workshop zum Umgang mit antifeministischen Äußerungen (Präsenz in Trier)

Wann: Freitag den 3. und Samstag den 4. Februar 2023

Ort: Tuchfabrik, Wechselstr. 4 in 54290 Trier, 2. OG

Zielgruppe: Alle Interessierten.

Referent_innen: Laura Sasse und Maiken Schiele, wissenschaftliche Mitarbeiter_innen und Fortbildner_innen bei Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V.

Inhalt

Queerfeindliche Aussagen, Anfeindungen gegenüber Gleichstellungsbeauftragten und Angriffe auf Vielfaltspädagogik sind nur einige der möglichen Auswirkungen von Antifeminismus. Seit Jahren nehmen antifeministische Aussagen mehr Raum ein. Unter dem Begriff des Antifeminismus lassen sich verschiedene Akteur*innen fassen, die ein antiemanzipatorisches Weltbild vertreten. Im Umgang mit Antifeminismus stehen Betroffene vor großen Herausforderungen. Der Wunsch nach schlagfertigen Argumenten kommt auf, die eigenen Emotionen laufen durcheinander oder werden ignoriert und die Suche nach „dem einen Satz“ beginnt.

Was meinen wir, wenn wir von Antifeminismus sprechen? Welche Netzwerke und Strategien antifeministischer Akteur*innen sind relevant? Was können wir antifeministischen Äußerungen entgegensetzen? Und welche Rolle nehmen die eigenen Emotionen ein? Um diese Fragen geht es in unserem 1,5 tägigen Workshop, der am 3. Februar von 14.30 bis 19.00 Uhr und am 4. Februar von 9.30 bis 15.00 Uhr angesetzt ist.

Die beiden Trainer*innen Laura Sasse und Maiken Schiele von Dissens – Institut für Bildung und Forschung e. V.  vermitteln Grundlagen zu Antifeminismus und möglichen Umgangsstrategien. In verschiedenen Inputs und aktivierenden Übungen möchten wir Solidarität untereinander stärken, den kreativen Umgang mit antifeministischen Aussagen ausprobieren und einander kämpferisch in Beziehung setzen. Zudem nehmen wir Ressourcen und persönliche Stärken in den Blick.

Organisatorisches:

Kosten: Die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmeldung: Anmeldung erforderlich unter frauenbeauftragte@trier.de.

Wir behalten uns vor, von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen und/oder antifeministischen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen und/oder antifeministischen Szene zuzuordnen sind, oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antifeministische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind bzw. während des Workshops damit in Erscheinung treten, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Barrieren: Das Seminar findet in deutscher Lautsprache statt. Die Räume sind für Personen mit Rollstuhl barrierefrei zugänglich.

Der Workshop findet im Rahmen des Projekts „Antifeminismus begegnen – Demokratie stärken“ statt. Das Projekt wird vom Gunda-Werner-Institut der Heinrich-Böll-Stiftung, der Amadeu Antonio Stiftung und Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V. gemeinsam umgesetzt. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

Der Workshop wird in Kooperation mit dem Bündnis „Gemeinsam gegen Antifeminismus Trier“ durchgeführt. Das Bündnis „Gemeinsam gegen Antifeminismus Trier“ hat sich auf Initiative der Frauenbeauftragte im Herbst letzten Jahres gegründet. Ziel ist es, auf die menschenverachtenden und demokratiefeindlichen Tendenzen des Antifeminismus aufmerksam zu machen, sowie Frauen und die LGBTiQ+ Community zu empowern. Mitglieder des Bündnisses sind der Verein „Für ein buntes Trier – gemeinsam gegen Rechts“, das Bündnis „Vielfalt statt Einfalt“, die Feministische Vernetzung Trier, die Arbeitsgemeinschaft Frieden, der Frauennotruf Trier und die Frauenbeauftragte der Stadt Trier.


03.02.2023

Online: Männlichkeit(en) transformieren!? Potenziale im Kontext von Erziehung und Bildung

Online Veranstaltung mit dem Workshop "Wege aus der Dominanz – Geschlechterreflektierte

Pädagogik mit Männlichkeiten" von Dr. Daniel Holtermann

Seit rund 40 Jahren werden im deutschsprachigen Kontext von Erziehung und Bildung an
unterschiedlichen Stellen Transformationsdiagnosen bezüglich Männlichkeit(en) gestellt:
Jungen befinden sich entlang der andauernden öffentlichen Debatte in einer Bildungskrise,
die Anwerbung männlicher Fachkräfte soll zu einem Wandel von Männlichkeitsbildern im
Bereich der Bildung beitragen oder Väter sehen es zunehmend auch als ihre Verantwor-
tung einen aktiven Teil in der Erziehung ihrer Kinder einzunehmen. In diesem Zusammen-
hang wird Bildung und Erziehung immer wieder als Element diskutiert, welches zur Trans-
formation von Männlichkeit(en) beitragen kann.
Die Veranstaltung möchte gegenwärtige Transformationen von Männlichkeit(en) im Kontext
von Erziehung und Bildung diskutieren und dabei auch auf Potenziale eingehen, die sich
daraus ergeben. Sie findet im Zusammenhang des Projektes „Transfomierte Männlich-
keit(en) im Spiegel der Erziehung und Bildung“ statt, welches an der FernUniversität in Hagen
durchgeführt wurde.

Bitte melden Sie sich für die Veranstaltung unter der unten genannten E-Mail-Adresse bis
zum 29.01.2023 an. Bei der Anmeldung geben Sie bitte einen Erst- und Zweitwunsch be-
züglich der Workshops an, sodass wir diese bei der Planung berücksichtigen können. Manche
Workshops haben eine Beschränkung der Teilnehmer:innenanzahl.
Anmeldung unter:
maennlichkeiten@fernuni-hagen.de

Weitere Informationen: Flyer der Veranstaltung


24.01.2023

Jungen* und Gewaltfreiheit – (Wie) Kann das gehen?

In dieser zweitägigen Fortbildung erarbeiten wir Handlungsansätze und Methoden, mit denen wir junge männliche Erwachsener darin stärken können, sich kritisch mit Männlichkeit und Geschlechterverhältnissen zu beschäftigen und gewaltfreie Handlungsmuster zu entwickeln.

Fortbildung am 06. & 07. 03.2023 in Berlin

Jungen* und Gewaltfreiheit – (Wie) Kann das gehen?

Fortbildung für Fachkräfte und Interessierte aus Jugendarbeit, Hilfen zur Erziehung, Politischer Bildung, Schule & Schulsozialarbeit.

In dieser zweitägigen Fortbildung erarbeiten wir Handlungsansätze und Methoden, mit denen wir junge männliche Erwachsener darin stärken können, sich kritisch mit Männlichkeit und Geschlechterverhältnissen zu beschäftigen und gewaltfreie Handlungsmuster zu entwickeln. Dabei legen wir ein besonderes Augenmerk auf die Verknüpfung von männlicher Sozialisation & Gewaltprävention. Denn: Nach wie vor sind in der Sozialisation von Jungen* und jungen Männern* Anforderungen wie Durchsetzungsfähigkeit, Souveränität, (körperliche) Stärke sowie die Unterdrückung und Abwertung von Verletzlichkeit, Emotionalität und weiteren mit Weiblichkeit assoziierten Eigenschaften bedeutend. Die Orientierung an ihnen bildet einen fruchtbaren Boden für gewalttätiges Handeln und zusammen mit frauen- und homosexualitätsfeindlichen beziehungsweise (hetero- und cis-)sexistischen Einstellungen eine zentrale Voraussetzung für geschlechtsbezogene Gewalt.

In der Fortbildung werden wir Ursachen und Formen männlicher Gewalt diskutieren und verschiedene Ansätze zum besseren Verständnis erarbeiten. Anschließend werden wir Methoden für die pädagogische Praxis vorstellen und erproben. Diese sollen uns helfen, junge männliche Erwachsenen darin zu stärken, Geschlechterbilder, Selbstverhältnisse und Handlungsspielräume zu erweitern und damit Voraussetzungen für gewaltfreie Handlungsweisen zu schaffen. Dazu gehören vor allen Dingen die Sensibilisierung für das Gewalterleben anderer sowie des eigenen, die Förderung von (Selbst-)Fürsorge sowie die Entwicklung auf gegenseitiger Anerkennung basierender gewaltfreier Handlungsweisen und Rollenbilder. In Fallbesprechungen diskutieren wir Praxissituationen und beleuchten sie aus einem geschlechterreflektierenden Blickwinkel hinsichtlich gewaltfreier Lösungsmöglichkeiten.

Referenten:

Till Dahlmüller, Bernard Könnecke.

Datum:

6.03.2023 & 7.03.2023, jeweils 10:00 – 17:00 Uhr.

Ort:

Alte Feuerwache Berlin, Axel-Springer-Str. 40/41 10969 Berlin-Kreuzberg.

Kosten:

Teilnahmebeitrag 20,00 €.

Anmeldung:till.dahlmueller@dissens.de (Bis spätestens: 24.02.2023)

Diese Fortbildung wird im Rahmen des EU-Projekts Caring Masculinities in Action durchgeführt. Informationen zum Projekt und weiteren Projektangeboten unter:

https://www.dissens.de/projekte/aktuelle-projekte/carmia-caring-masculinities-in-action


17.01.2023 - 17.01.2023

Wie können fürsorgliche Männlichkeiten in Kindertagesstätten und der Grundschule gestärkt werden?

Vorstellung der Forschungsergebnisse und pädagogischen Materialien des ECaRoM-Projektes am 17.01.23, 10-12 Uhr Online

Das Projekt „ECaRoM – Early care and the role of men / Förderung fürsorglicher Männlichkeiten in der frühen Erziehung und Bildung“ ist ein von der Europäischen Kommission und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) finanziertes Projekt, das die Verbindung von frühkindlicher geschlechterreflektierter Pädagogik, Fürsorge und Männlichkeit fokussiert. Ziel des Projekts ist die Förderung des Konzeptes „Caring Masculinities“ (fürsorgliche Männlichkeiten) in der pädagogischen Praxis in Kitas und Grundschulen. Kinder, insbesondere Jungen*, sollen die Bedeutung von Fürsorge für sich selbst, für andere und für ihr Umfeld schon im frühen Alter wertschätzen lernen.

In der zweistündigen Online-Veranstaltung möchten wir dazu einladen, sich ein Bild über die Projektergebnisse und praktische Methoden zum Thema fürsorgliche Männlichkeiten im Kita- oder Grundschulalltag zu machen. Wir werden das Projekthandbuch mit theoretischen Einordnungen und praktischen Methoden vorstellen, sowie eine Handreichung mit Handlungsvorschlägen für die Etablierung des Konzeptes fürsorglicher Männlichkeiten für Leitungskräfte. Anschließend wird es die Möglichkeit geben, darüber in den Austausch zu gehen.

Anmeldung mit Namen und Institution/Arbeitsbereich bitte bei Gesine Pfautsch: gesine.pfautsch@dissens.de

Nach der Anmeldung wird ein Zugangslink zu der Online-Veranstaltung verschickt.

Wir freuen uns auf eine interessante Veranstaltung und anregenden Austausch!


16.12.2022 - 16.12.2022

Ganztägiges Online-Seminar: Umgang mit sexistischer, homo-, trans- und inter*feindlicher Diskriminierung im Netz

In Zeiten, in denen (queerer) Aktivismus, Bildungsarbeit und politische Bewegungen in sozialen Medien zunehmend sichtbar und vernetzt sind, sind auch diskriminierende Positionen präsent wie nie zuvor.

Wenn uns diskriminierende Äußerungen im Netz begegnen, stehen uns verschiedene Reaktions- und Interventionsmöglichkeiten zur Verfügung: Sachverhalte erklären, Argumente einbringen, diskutieren, humorvoll widersprechen, uns solidarisieren, vernetzen, Profile melden, Kommentare löschen, blockieren, Menschen anzeigen – die Liste der Optionen ist lang.

Woher wissen wir, wann welche Strategie in einer Situation angebracht ist? Wie können wir mit typischen vielfaltsfeindlichen Argumentationslinien umgehen? Was sind hilfreiche Reaktionen auf Ausweich-, Abwehr- und Ablenkungsstrategien in Diskussionen? Und wann lohnt es sich überhaupt, zu diskutieren?

In einem ganztägigen Online-Seminar wollen wir diesen Fragen nachgehen, gemeinsam Umgangsstrategien erarbeiten und uns über Möglichkeiten austauschen, um im Widerstand gegen Queerfeindlichkeit für uns selbst und füreinander zu sorgen.

Datum: 16.12.2022, 10 - 17 Uhr

Ort: online via Zoom (Der Link wird eine Woche vorher versendet.)

Zielgruppe: Alle Interessierten. Der Workshop richtet sich an Menschen aller Geschlechter.

Anmeldung: bis 02.12.2022 unter anmeldung-fortbildung[at]dissens.de

Kosten: Die Teilnahme ist kostenfrei.

Referent*innen:

Jana Haskamp  und  Blu Doppe

Technik:

Zoom: Das Online-Seminar findet passwortgeschützt über Zoom statt.

Technische Ausstattung: Teilnehmende brauchen eine Kamera und ein Mikrofon.

Fortbildung per Zoom: Es empfiehlt sich eine Teilnahme über einen Computer. Der volle  Funktionsumfang steht nur bei einer Teilnahme über die Zoom-App zur Verfügung, aber eine Teilnahme über den Browser ohne Zoom-Installation ist auch möglich. Eine Teilnahme über Smartphone oder Tablet ist ebenfalls möglich, aber durch den kleinen Bildausschnitt erfahrungsgemäß anstrengend und es steht nicht der volle Funktionsumfang zur Verfügung. Wir bitten insbesondere Zoom-unerfahrene Teilnehmende und alle, die die Kommentarfunktion nicht sicher beherrschen, genug Zeit für den Technik-Check-In einzuplanen, um eine Chance zu haben, technische Probleme zu erkennen und bestmöglich zu lösen. Es empfiehlt sich, sich bereits vorher mit Zoom vertraut zu machen.

Barrieren: Das Seminar findet in deutscher Lautsprache statt. Die Vorträge werden teils durch PowerPoint-Visualisierungen unterstützt. Diese können bei Bedarf vorab zugesandt werden. Bei rechtzeitiger Nachricht bemühen wir uns darum, so vorzutragen, dass der Vortrag auch ohne die Visualisierungen zu verstehen ist.

Datenschutz: Die Teilnehmenden-Dokumentation für die Fördergeber_innen findet per Screenshot mit ausgeschalteten Videos statt. Für die Dokumentation relevante Chat-Inhalte (z.B. Literaturhinweise, inhaltliche Brainstormings etc.) gehen maximal unter Nennung des Vornamens in die Dokumentation ein, über den Chat geäußerte Anonymisierungs- bzw. Streichungswünsche werden berücksichtigt. Weiter Informationen zum Datenschutz finden sich unter https://www.dissens.de/disclaimer (die Anmerkungen zur Aufzeichnung von Präsentationen entfallen für dieses Seminar – wir werden nicht aufzeichnen). Die Anmeldung gilt als Einverständnis mit den genannten Hinweisen und Dokumentationsformen. Sie gilt ebenfalls als Einverständnis mit der Speicherung der im Anmeldevorgang genannten Daten zum Zweck der Teilnehmenden-Verwaltung. Bzgl. Datenschutz bei Zoom-Nutzung verweisen wir auf die Datenschutzaussagen von Zoom, für Zuwiderhandlungen durch Zoom tragen wir keine Verantwortung. Rückfragen zu Zoom-Einstellungen können an die Anmelde-Adresse gerichtet werden.

Der Workshop findet im Rahmen des Projekts „Antifeminismus begegnen – Demokratie stärken“ statt. Das Projekt wird vom Gunda-Werner-Institut der Heinrich-Böll-Stiftung, der Amadeu Antonio Stiftung und Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V. gemeinsam umgesetzt. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.


12.12.2022 - 14.12.2022

Online-Seminar: ‚Männerhasserinnen‘, ‚Frauenversteher‘ & ‚Homo-Lobby‘ - Zum Umgang mit antifeministischen und sexistischen Äußerungen

Katharina Debus & Sarah Klemm

Die vollständige Ausschreibung kann hier heruntergeladen werden.

Mo, 12.12.: Technik-Check-In: 16:45 Uhr, Seminar: 17:00-19:30 Uhr
Di, 13.12.: Technik-Check-In: 10:45 Uhr, Seminar: 11-18 Uhr
im Anschluss: optionales Socializing bei Wonder.Me
Mi, 14.12.: Technik-Check-In: 10:45 Uhr, Seminar: 11-18 Uhr

Verbindlichkeit: Dieses Seminar ist wie ein Präsenzseminar zur vollständigen Teilnahme konzipiert, wir bauen die Phasen inhaltlich und bzgl. der Gruppendynamik aufeinander auf. Wir erwarten daher eine verbindliche Teilnahme – eine nur teilweise Teilnahme ist nur in absoluten Ausnahmen möglich. Wir bitten bei Verhinderung um frühzeitige Absage bzw. Information.

Zielgruppe: Alle, die feministische, gleichstellungsorientierte und queere Positionen immer wieder verteidigen (müssen).

Seminarinhalte:
Menschen, die sich für Gleichstellung, Feminismus und die Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt einsetzen, werden dafür oft angegriffen. Kampfbegriffe sind unter anderem ‚Männerhasserin‘, ‚Feminazi‘, ‚Frauenversteher‘, ‚lila Pudel‘, ‚Genderwahn‘, ‚Männerunterdrückung‘, ‚political correctness‘, ‚Umerziehung‘, ‚Homo-Lobby‘ ‚Diktatur der Minderheiten’ oder ‚Familienfeindlichkeit‘.
Die Motivationen der Angreifer*innen reichen von bewusster politischer Manipulation und Falschdarstellungen bis hin zu Unwissenheit und ehrlichen Missverständnissen. Auch Verunsicherungsabwehr und sich mit den eigenen Unrechtserfahrungen nicht gesehen zu fühlen, können Motive sein. Diskriminierungskritisches Engagement gerät so in die Schusslinie oder wird lächerlich gemacht. Manche Engagierte erleben soziale Isolierung, andere haben das Gefühl, ständig kämpfen zu müssen, manche ziehen sich zurück, andere brennen aus und wir beobachten (auch bei uns selbst) immer wieder das Risiko, in vorauseilendem Gehorsam defensiver mit den eigenen Inhalten umzugehen.
Im Workshop wollen wir dem durch die Stärkung von Solidarität, Kampfgeist und Kreativität entgegenwirken. Wir werden einerseits inhaltlich das Wissen rund um Antifeminismus, Sexismus und Angriffe auf geschlechtliche und sexuelle Vielfalt stärken. Außerdem wird es um Motivationen bei möglichen Gegenübern gehen, um Argumentationssituationen besser verstehen zu lernen. Aufbauend darauf werden wir in Trainingseinheiten (Rollenspiele & Argumentationstraining) verschiedene Umgangsweisen in solchen Situationen erproben und dabei auch an eigenen Fällen der Teilnehmenden arbeiten.
Ein Problem ist, dass wir bei Angriffen von außen oft in die Defensive geraten mit unseren Themen. Deshalb werden wir uns auch damit beschäftigen, was uns in diesen Themen eigentlich wichtig ist und wie wir das selbstbewusst vertreten können.
Nicht zuletzt wird es um Selbstreflexion gehen, darum, wie es uns mit Angriffen geht, was unsere persönlichen Herausforderungen dabei sind und welche Ressourcen und Kraftquellen uns stärken. Wir wünschen uns dabei eine wohlwollende, solidarische, fehlerfreundliche und diskriminierungskritische Atmosphäre.

Lernatmosphäre:
Uns ist an einer Lernatmosphäre gelegen, in der sich alle gleichermaßen um einen wohlwollenden Umgang und Fehlerfreundlichkeit bemühen sowie darum, Neues zu lernen und diskriminierungskritisch Verantwortung für das eigene Sprechen und Handeln zu übernehmen. Da wir  uns mit diskriminierenden Äußerungen beschäftigen werden, die Schmerz und Ärger auslösen können, kann das Seminar kein Safer Space sein. Es ist als Braver Space angelegt, um uns gemeinsam im Umgang mit diesen Äußerungen zu stärken.

Organisatorisches:

Kosten: Die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmeldung: Die Anmeldung erfolgt unter sarah.klemm(at)dissens.de mit folgenden Angaben: Name, Wohnort, Organisation bzw. Institution bzw. Tätigkeit, ggf. Rückfragen bzw. Anliegen. Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir um verbindliche Anmeldungen und ggf. rechtzeitige Absagen, um ggf. Menschen auf der Warteliste berücksichtigen zu können. Aufgrund der Förderung durch den Berliner Senat sind wir gehalten, Teilnehmende mit Wohn- bzw. Arbeitsort in Berlin bevorzugt zu berücksichtigen.

Technik:
Zoom & wonder.me: Das Online-Seminar findet passwortgeschützt über Zoom statt. Das freiwillige abendliche Socializing per wonder.me.
Technische Ausstattung: Teilnehmende brauchen eine Kamera und ein Mikrophon bzw. besser ein Headset.
Fortbildung per Zoom: Es empfiehlt sich eine Teilnahme über einen Computer. Der volle Funktionsumfang steht nur bei einer Teilnahme über die Zoom-App zur Verfügung, aber eine Teilnahme über den Browser ohne Zoom-Installation ist auch möglich. Eine Teilnahme über Smartphone oder Tablet ist ebenfalls möglich, aber durch den kleinen Bildausschnitt erfahrungsgemäß anstrengend und es steht nicht der volle Funktionsumfang zur Verfügung. Wir bitten insbesondere Zoom-unerfahrene Teilnehmende und alle, die die Kommentarfunktion nicht sicher beherrschen, genug Zeit für den Technik-Check-In einzuplanen, um eine Chance zu haben, technische Probleme zu erkennen und bestmöglich zu lösen. Es empfiehlt sich, sich bereits vorher mit Zoom vertraut zu machen.
Freiwilliges abendliches Socializing per wonder.me: Wonder.me funktioniert nur an einem Computer in vollem Umfang (und mit Firefox nicht immer verlässlich, bislang gibt es gute Erfahrungen mit Google Chrome). Bei einer Teilnahme per Tablet funktioniert (zumindest derzeit) die Videofunktion nicht, es kann also nur per Ton ohne eigenes Bild teilgenommen werden. Wenn die Telefon-/Tablet-Kamera nicht zur Aufnahme eines Standbildes funktioniert, ist die Teilnahme leider auch schon völlig gescheitert. Wir bedauern diese Beschränkungen.

Barrieren: Das Seminar findet in Lautsprache statt. Die Vorträge werden teils durch PowerPoint-Visualisierungen unterstützt. Diese können bei Bedarf vorab zugesandt werden. Bei rechtzeitiger Nachricht bemühen wir uns darum, so vorzutragen, dass der Vortrag auch ohne die Visualisierungen zu verstehen ist.

Datenschutz: Die Teilnehmenden-Dokumentation für die Fördergeber_innen findet per Screenshot mit ausgeschalteten Videos statt. Für die Dokumentation relevante Chat-Inhalte (z.B. Literaturhinweise, inhaltliche Brainstormings etc.) gehen maximal unter Nennung des Vornamens in die Dokumentation ein, über den Chat geäußerte Anonymisierungs- bzw. Streichungswünsche werden berücksichtigt. Weitere Informationen zum Datenschutz finden sich unter https://www.dissens.de/disclaimer (die Anmerkungen zur Aufzeichnung von Präsentationen entfallen für dieses Seminar – wir werden nicht aufzeichnen). Die Anmeldung gilt als Einverständnis mit den genannten Hinweisen und Dokumentationsformen. Sie gilt ebenfalls als Einverständnis mit der Speicherung der im Anmeldevorgang genannten Daten zum Zweck der Teilnehmenden-Verwaltung. Bzgl. Datenschutz bei Zoom- bzw. Wonder.Me-Nutzung verweisen wir auf die Datenschutzaussagen von Zoom bzw. Wonder.Me, für Zuwiderhandlungen durch Zoom bzw. Wonder.Me tragen wir keine Verantwortung. Rückfragen zu Zoom-Einstellungen können an die Anmelde-Adresse gerichtet werden.

Die Fortbildungsreihe findet im Rahmen des Projekts Schnittstelle Geschlecht – Geschlechterreflektierte Bildung als Prävention von Sexismus, Vielfaltsfeindlichkeit und Rechtsextremismus statt. Das Projekt wird gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Justiz, Vielfalt und Antidiskriminierung, im Rahmen des Landesprogramms gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus.


11.12.2022 - 24.09.2023

3-modulige zertifizierte Fortbildungsreihe: Grundlagen geschlechterreflektierter Pädagogik als Prävention von Vielfaltsfeindlichkeit und Rechtsextremismus

Leitung: Sarah Klemm und Ulla Wittenzellner

Die vollständige Ausschreibung kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Thema:

Geschlecht und Geschlechterverhältnisse spielen in pädagogischen Settings eine wichtige Rolle: für die pädagogischen Fachkräfte, für Kinder und Jugendliche, für Erwachsene, im Lehrmaterial, in Lebenswelten, usw.

Geschlechteranforderungen – also Erwartungen daran, wie sich Menschen aufgrund ihres tatsächlichen oder zugeschriebenen Geschlechts verhalten, was sie mögen, wie sie aussehen sollen, etc. – können Kinder und Jugendliche einschränken und an einer freien Entfaltung ihrer Interessen, Möglichkeiten und Fähigkeiten hindern. Alle Kinder und Jugendlichen stehen unter dem Druck, als „richtiger“/„normaler“ Junge oder „richtiges“/„normales“ Mädchen bei Peers, Pädagog_innen und Eltern akzeptiert zu werden: Jungen, die sich nicht für Fußball interessieren oder gerne Kleider tragen, laufen Gefahr, abgewertet zu werden. Mädchen, die laut sind oder sich nicht für ihr Aussehen interessieren, gelten als unweiblich. Kinder, die nicht-binär sind, werden meist nicht wahr- oder ernst genommen.

Geschlechterreflektierte Pädagogik möchte diesen sozialisatorischen Verengungen und den damit einhergehenden Abwertungen und Diskriminierungen entgegenwirken. Die Fortbildungsreihe widmet sich der Frage, wie Kinder und Jugendliche bestmöglich in ihrer individuellen Entwicklung unterstützt und von Geschlechteranforderungen entlastet werden können.

Geschlechtliche Platzanweiser – also klare Vorstellungen davon, wie Männer und Frauen sind und was ihre Rolle in der Gesellschaft, Familie, etc. umfasst – sind darüber hinaus relevant für die Anschlussfähigkeit rechter und extrem rechter Weltbilder. Diskriminierendes Verhalten steht zudem auch über die extreme Rechte hinaus mit engen Geschlechterbildern in Verbindung. Wenn beispielsweise Jungen und Männern abverlangt wird, allzeit souverän zu sein, kann daraus folgen, Verunsicherungen durch diskriminierendes Verhalten abzuwehren. Bei Mädchen und Frauen gibt es analoge Muster. Die Anziehungskraft verengter Geschlechterbilder, insbesondere für junge Männer, verweist insofern auch auf grundlegende Verunsicherungen angesichts einer komplexen, diversen, sich stetig wandelnden Gesellschaft, mit denen alle Menschen konfrontiert sind.

Vor diesem Hintergrund behandeln wir im Rahmen der Fortbildungsreihe auch die Potenziale geschlechterreflektierter Pädagogik für die Prävention von Diskriminierung, Vielfaltsfeindlichkeit und Rechtsextremismus. Wir betrachten rechte Geschlechterpolitiken und die subjektive Funktionalität von Diskriminierung, um hieraus Rückschlüsse für die pädagogische Praxis zu ziehen.

Folgende Inhalte sind geplant:

  • Geschlechterverhältnisse und ihre Bedeutung für die Pädagogik: Männlichkeit und Männlichkeitsanforderungen, Weiblichkeit und Weiblichkeitsanforderungen
  • Sexuelle, geschlechtliche und amouröse Vielfalt
  • Rechte Geschlechterpolitiken
  • Potenziale geschlechterreflektierter Pädagogik für die Prävention von Rechtsextremismus, Diskriminierung und Vielfaltsfeindlichkeit
  • Ziele und Herangehensweisen geschlechterreflektierter Pädagogik
  • Selbstreflexion, Biografiearbeit und Weiterentwicklung der professionellen Haltung
  • Vorstellung, Erprobung und Reflexion von Methoden
  • Weiterentwicklung der eigenen Handlungsfähigkeit und pädagogischen Praxis
  • kollegialer Austausch und Vernetzung

Arbeitsweise:
Wir bemühen uns um eine wertschätzende und fehlerfreundliche Arbeitsatmosphäre, in der Fragen und Unsicherheiten Raum haben. Eine diskriminierungskritische Grundhaltung ist uns wichtig. Wir arbeiten mit einer Kombination aus Inputs, Gruppenarbeiten, Selbstreflexion und Biografiearbeit, Filmclips sowie Methoden für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die jeweils im Hinblick auf ihre Anwendbarkeit reflektiert werden.

Zielgruppen:
Pädagogische Fachkräfte aller Professionen, Lehrkräfte, politische Bildner*innen, Multiplikator*innen

Termine:
Modul 1: 02.-05. März 2023 (Donnerstag - Sonntag)
Modul 2: 16.-18. Juni 2023 (Freitag - Sonntag)
Modul 3: 22.-24. September 2023 (Freitag - Sonntag)

Modul 1: Donnerstag 18-20 Uhr, Freitag und Samstag jeweils 10-18 Uhr mit einer Abendeinheit bis 20 Uhr am Freitag, Sonntag 10-16 Uhr.
Modul 2 und 3: Jeweils Freitag 18-20 Uhr, Samstag 10-20 Uhr und Sonntag 10-16 Uhr.

Ort:
Die Fortbildungsreihe findet im Tagungshaus Alte Feuerwache, Axel-Springer-Straße 40/41, 10969 Berlin statt. Alle Module sind als Präsenzveranstaltungen geplant. Für den Fall, dass die Pandemiesituation keine Präsenzfortbildung zulässt, werden ggfls. Teile der Reihe digital stattfinden.

Kosten:
50 Euro Teilnahmebeitrag, der vorab zu entrichten ist.
Hinzu kommen ca. 50 Euro Verpflegungskosten pro Modul, die jeweils nach den Modulen zu entrichten sind.

Die Fortbildungsreihe ist in Berlin als Bildungsveranstaltung gemäß des Bildungszeitgesetzes anerkannt.

Zertifizierung:
Alle Teilnehmer*innen erhalten eine Teilnahmebescheinigung. Um die Zertifizierung zur Fachkraft für geschlechterreflektierte Pädagogik zu erwerben, muss zusätzlich ein Praxismodul geplant und reflektiert werden.

Anmeldeverfahren:
Die Anmeldung erfolgt per Email an: anmeldung-fortbildung@dissens.de. Wir bitten um folgende Angaben: Name, Wohnort, Tätigkeitsfeld, Motivation/Interesse. Wenn wir darüber hinaus in Bezug auf deine/Ihre Identitäten, Zugehörigkeiten und/oder Diskriminierungserfahrungen etwas wissen sollten, schreibt/schreiben Sie uns gerne auch das. Diese Information wird selbstverständlich vertraulich behandelt.

Anmeldeschluss ist der 11. Dezember 2022.
Zu- oder Absagen erhalten Sie/erhältst du nach Ende des Anmeldezeitraums.

Barrieren:
Die Fortbildungsreihe findet in deutscher Lautsprache statt. Das Tagungshaus Alte Feuerwache ist für Personen mit Rollstuhl zugänglich. Bitte melden Sie sich/meldet Euch bei uns, wenn Sie/Ihr hierzu weitere Informationen benötigen/benötigt.

Interessierte, die Fragen haben oder Hindernisse (finanzielle oder andere) für eine Teilnahme sehen, können sich gerne unter anmeldung-fortbildung@dissens.de bei uns melden und wir versuchen, eine Lösung zu finden!

Die Fortbildungsreihe findet im Rahmen des Projekts Schnittstelle Geschlecht – Geschlechterreflektierte Bildung als Prävention von Sexismus, Vielfaltsfeindlichkeit und Rechtsextremismus statt. Das Projekt wird gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Justiz, Vielfalt und Antidiskriminierung, im Rahmen des Landesprogramms gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus.


09.12.2022 - 09.12.2022

Ganztägiger Online-Workshop: Kritische Männlichkeit(en)

Was bedeutet eine kritische Auseinandersetzung mit Männlichkeit(en)? Offen für alle Geschlechter.

Ist Männlichkeit ein Problem oder hat Männlichkeit ein Problem?

Menschen, die als Männer leben, werden mit Männlichkeitsanforderungen konfrontiert. Diese prägen die Art und Weise, wie sich diese bewegen, fühlen, arbeiten, Gewalt ausüben, lieben und in Beziehungen verhalten. Spätestens seit #metoo, seit „toxische Männlichkeit“ in aller Munde ist, ist eines klar: Wer sich ernsthaft für Gleichberechtigung interessiert, muss sich mit (der eigenen) Männlichkeit befassen. Aber wie?

Wie funktioniert eine kritische Auseinandersetzung mit Männlichkeit(en)? Was sind Männlichkeiten? Wie kann ich kritisch mit (meinen) Männlichkeit(en) umgehen? Wie und wann nutze und/oder performe ich sie? Wo schränken mich (meine) Männlichkeit(en) ein?

In einem ganztägigen Online-Seminar wollen wir diesen Fragen nachgehen, uns austauschen und erste Spuren legen, wo die Auseinandersetzung hin gehen könnte.

Datum: 09.12.2022, 10 Uhr - 17 Uhr

Ort: Online via Zoom (Der Link wird eine Woche vorher versendet.)

Zielgruppe: Alle Interessierten. Der Workshop richtet sich an Menschen aller Geschlechter.

Anmeldung: bis 25.11.2022 unter anmeldung-fortbildung[at]dissens.de

Kosten: Die Teilnahme ist kostenfrei.

Referent*innen:

Jana Haskamp  und  Blu Doppe

Technik:

Zoom: Das Online-Seminar findet passwortgeschützt über Zoom statt.

Technische Ausstattung: Teilnehmende brauchen eine Kamera und ein Mikrofon.

Fortbildung per Zoom: Es empfiehlt sich eine Teilnahme über einen Computer. Der volle  Funktionsumfang steht nur bei einer Teilnahme über die Zoom-App zur Verfügung, aber eine Teilnahme über den Browser ohne Zoom-Installation ist auch möglich. Eine Teilnahme über Smartphone oder Tablet ist ebenfalls möglich, aber durch den kleinen Bildausschnitt erfahrungsgemäß anstrengend und es steht nicht der volle Funktionsumfang zur Verfügung. Wir bitten insbesondere Zoom-unerfahrene Teilnehmende und alle, die die Kommentarfunktion nicht sicher beherrschen, genug Zeit für den Technik-Check-In einzuplanen, um eine Chance zu haben, technische Probleme zu erkennen und bestmöglich zu lösen. Es empfiehlt sich, sich bereits vorher mit Zoom vertraut zu machen.

Barrieren: Das Seminar findet in deutscher Lautsprache statt. Die Vorträge werden teils durch PowerPoint-Visualisierungen unterstützt. Diese können bei Bedarf vorab zugesandt werden. Bei rechtzeitiger Nachricht bemühen wir uns darum, so vorzutragen, dass der Vortrag auch ohne die Visualisierungen zu verstehen ist.

Datenschutz: Die Teilnehmenden-Dokumentation für die Fördergeber_innen findet per Screenshot mit ausgeschalteten Videos statt. Für die Dokumentation relevante Chat-Inhalte (z.B. Literaturhinweise, inhaltliche Brainstormings etc.) gehen maximal unter Nennung des Vornamens in die Dokumentation ein, über den Chat geäußerte Anonymisierungs- bzw. Streichungswünsche werden berücksichtigt. Weiter Informationen zum Datenschutz finden sich unter https://www.dissens.de/disclaimer (die Anmerkungen zur Aufzeichnung von Präsentationen entfallen für dieses Seminar – wir werden nicht aufzeichnen). Die Anmeldung gilt als Einverständnis mit den genannten Hinweisen und Dokumentationsformen. Sie gilt ebenfalls als Einverständnis mit der Speicherung der im Anmeldevorgang genannten Daten zum Zweck der Teilnehmenden-Verwaltung. Bzgl. Datenschutz bei Zoom-Nutzung verweisen wir auf die Datenschutzaussagen von Zoom, für Zuwiderhandlungen durch Zoom tragen wir keine Verantwortung. Rückfragen zu Zoom-Einstellungen können an die Anmelde-Adresse gerichtet werden.

Der Workshop findet im Rahmen des Projekts „Antifeminismus begegnen – Demokratie stärken“ statt. Das Projekt wird vom Gunda-Werner-Institut der Heinrich-Böll-Stiftung, der Amadeu Antonio Stiftung und Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V. gemeinsam umgesetzt. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.


03.12.2022 - 04.12.2022

Workshop: Sexismus und Weiblichkeiten

Wann: Samstag 03.12.2022, 10-18 Uhr, und Sonntag 04.12.2022, 10-16 Uhr.

Ort: Stadtteilzentrum Desi e.V., Brückenstr. 23, 90419 Nürnberg.

Zielgruppe: Der Workshop richtet sich an Menschen, die Lust haben, sich mit den eigenen Sexismuserfahrungen auseinanderzusetzen, und die:

  • als Frauen leben, oder
  • als Mädchen oder Frauen behandelt wurden und/oder werden, obwohl sie dies nicht (oder nur teilweise) sind.

Referent_innen: Laura Sasse, Ulla Wittenzellner und Sarah Klemm, wissenschaftliche Mitarbeiter_innen und Fortbildner_innen bei Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V.

Inhalte:

In den letzten Jahrzehnten haben feministische und queere Bewegungen viele Rechte und Freiheiten für Frauen sowie für trans*, inter* und nicht-binäre Personen erkämpft und Sexismus auf unterschiedlichsten Ebenen kritisiert. Feministische Bewegungen (z.B. #metoo) haben das Wissen über Sexismus vergrößert und rechtliche Erfolge erzielt, beispielsweise die Verankerung des Grundsatzes „Nein heißt Nein“ im Sexualstrafrecht.

Nichtsdestotrotz gehört Sexismus – unter anderem sexistische Sprüche, Übergriffe und Abwertungen – nach wie vor zum Alltag von Mädchen und Frauen. Sexismus gehört auch zum Alltag vieler inter*, trans* und nicht-binärer Personen, die als Mädchen oder Frauen wahrgenommen werden oder in der Vergangenheit als solche wahrgenommen wurden, obwohl sie dies nicht (oder nur teilweise) sind.
Menschen, die sich für Gleichstellung, Feminismus und die Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt einsetzen, werden zudem häufig angegriffen, u.a. weil sie angeblich Familien zerstören, Männer hassen, oder „Genderwahn“ verbreiten würden.

In unserem zweitägigen Workshop wollen wir uns über Sexismuserfahrungen und mögliche Umgangsstrategien austauschen. Wir sprechen über Weiblichkeitsanforderungen sowie darüber, was wir unter Sexismus verstehen und wie er sich aktuell äußert. Wir beschäftigen uns dabei auch mit unseren eigenen Biografien und Erfahrungen. Nicht zuletzt wird es um Umgangsstrategien sowie um Ressourcen und Kraftquellen gehen, die uns stärken. Wir wünschen uns dabei eine wohlwollende, solidarische, fehlerfreundliche und diskriminierungskritische Atmosphäre.

 

Organisatorisches:

Kosten: Die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmeldung: Die Anmeldung erfolgt unter anmeldung-fortbildung(at)dissens.de mit folgenden Angaben: Name, Organisation/Institution/Tätigkeit, Interesse bzw. Anliegen.
Wir behalten uns vor, von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen und/oder antifeministischen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen und/oder antifeministischen Szene zuzuordnen sind, oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antifeministische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind bzw. während des Workshops damit in Erscheinung treten, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Barrieren: Das Seminar findet in deutscher Lautsprache statt. Die Räume sind für Personen mit Rollstuhl barrierefrei zugänglich.

 

Der Workshop findet im Rahmen des Projekts „Antifeminismus begegnen – Demokratie stärken“ statt. Das Projekt wird vom Gunda-Werner-Institut der Heinrich-Böll-Stiftung, der Amadeu Antonio Stiftung und Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V. gemeinsam umgesetzt. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.


30.11.2022

Internationale Abschlusskonferenz ECaRoM zu fürsorglichen Männlichkeiten 30.11.22 in Vilnius

Einladung zur internationalen Abschlusskonferenz des Projektes ECaRoM - Förderung fürsorglicher Männlichkeiten in der frühen Erziehung und Bildung am 30. November 2022 in Vilnius (Litauen)

 

Die Konferenz ist der letzte Teil des Projekts ECaRoM (https://ecarom.eu/). Ziel des Projekts ist die Förderung des Konzeptes „caring masculinities“ (fürsorgliche Männlichkeiten) in der pädagogischen Praxis in der Kita und Grundschule. Kinder, insbesondere Jungen*, sollen die Bedeutung von Fürsorge für sich selbst, für andere und für ihr Umfeld schon in frühem Alter wertschätzen lernen.

Das Projekt wird von sechs Organisationen mit Sitz in sechs verschiedenen europäischen Ländern durchgeführt: Dissens - Institut für Bildung und Forschung e.V. (Deutschland), Verein für Männer und Geschlechterthemen (VMG) (Österreich), Istituto degli Innocenti (Italien), Center of Women's Studies and Policies (Bulgarien), The Peace Institute (Slowenien) und Center for Equality Advancement (Litauen).

Im Rahmen der Konferenz werden die Erkenntnisse und Ergebnisse des Projekt präsentiert: Die Forschungsergebnisse zur Analyse des Status quo der frühkindlichen Bildung in den teilnehmenden Ländern in Bezug auf fürsorgliche Männlichkeiten, die pädagogischen Materialien für pädagogische Fachkräfte sowie die Handlungsempfehlungen zur Förderung fürsorglicher Männlichkeiten.

Die Konferenz wird hybrid durchgeführt mit begrenzten Kapazitäten vor Ort und richtet sich nach den geltenden Pandemiebestimmungen. Das detaillierte Programm wird zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht. Wir bitten um eine vorherige Anmeldung unter: https://forms.gle/eJExWNtsEA7S6FYk7

Programm der Veranstaltug

Veranstaltungsort: Gedimino av. 16, Vilnius (Lithuania)