2,5-tägige Fortbildung:
Einengende Geschlechterbilder & Antifeminismus – Pädagogische Handlungsfähigkeit stärken
Mit: Till Dahlmüller & Lino Köhler
Kämpfe für Geschlechtergerechtigkeit, Gleichstellung und die Anerkennung vielfältiger geschlechtlicher Identitäten und Lebensweisen haben in den vergangenen Jahren an Sichtbarkeit gewonnen und politische wie gesellschaftliche Erfolge verzeichnet. Für viele Jugendliche erweitern sich dadurch Spielräume. Für andere Jugendliche gewinnen sexistische, homo-, trans*- und inter*feindliche Positionen an Attraktivität.
Antifeministische und queerfeindliche Positionen sind Bestandteil islamistischer, christlich-fundamentalistischer, extrem rechter und weiterer demokratiefeindlicher Ideologien und Akteure. Über stark emotionalisierte Themen um Geschlecht, Familie und Sexualität werden Jugendliche vor allem von Influencer*innen und Content Creator*innen erreicht, die subtil bis offen sexistische, queerfeindliche und antifeministische Botschaften vermitteln. Dies stellt viele pädagogische Fachkräfte vor Herausforderungen und wirft Fragen zu Präventions- und Interventionsmöglichkeiten auf.
In dieser Fortbildung sprechen wir über antifeministische, einengende Geschlechterbilder und stellen Erklärungsansätze für deren Attraktivität unter jungen Menschen vor. Anschließend werden Ansätze erarbeitet, die uns pädagogisch handlungsfähiger machen. Wir fragen nach der Anziehungskraft, der Funktionsweise und dem Effekt von verengten Geschlechterbildern für junge Menschen. Schließlich erarbeiten wir – unter anderem durch Fallbesprechungen – Handlungsansätze, die Fachkräfte dabei unterstützen können, Jugendliche bei kritischen Auseinandersetzungsprozessen mit Geschlechterbildern zu begleiten und damit sexistischen, queerfeindlichen und antifeministischen Einstellungen und Verhaltensweisen präventiv zu begegnen.
Zeiten:
Dienstag, 1. Dezember 2026, 17 – 19 Uhr
Mittwoch, 2. Dezember 2026, 10 – 17 Uhr
Donnerstag, 3. Dezember 2026, 10 – 17 Uhr
Ort: Berlin-Neukölln.
Referent*innen: Till Dahlmüller (Pronomen: er) und Lino Köhler (keine Pronomen), Sozialarbeiter*innen und Fortbildner*innen bei Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V.
Zielgruppe: Pädagogische Fachkräfte aller Professionen, Lehrkräfte, politische Bildner*innen und Multiplikator*innen.
Arbeitsweise: Wir bemühen uns um eine wertschätzende und fehlerfreundliche Arbeitsatmosphäre, in der Fragen und Unsicherheiten Raum haben. Eine diskriminierungskritische Grundhaltung ist uns wichtig. Wir arbeiten mit einer Kombination aus Inputs, Gruppenarbeiten, Selbstreflexion und Biografiearbeit, Filmclips sowie Methoden für die Arbeit mit Jugendlichen.
Kosten: Keine.
Verpflegung: Kaffee und Tee können vor Ort zubereitet werden. Weitere Getränke sowie Mittagessen müssen selbst mitgebracht bzw. organisiert werden.
Anmeldeverfahren: Die Anmeldung erfolgt per Email an: anmeldung-fortbildung@dissens.de. Wir bitten um folgende Angaben: Titel der Veranstaltung im Betreff, Name, Wohnort, Tätigkeitsfeld. Wenn wir darüber hinaus in Bezug auf deine/Ihre Identitäten, Zugehörigkeiten und/oder Diskriminierungserfahrungen etwas wissen sollten, schreibt/schreiben Sie uns gerne auch das. Diese Information wird selbstverständlich vertraulich behandelt.
Barrieren: Die Fortbildung findet in deutscher Lautsprache statt. Der Veranstaltungsort ist leider nicht barrierefrei zugänglich. Bitte melden Sie sich/meldet Euch bei uns, wenn Sie/Ihr hierzu weitere Informationen benötigen/benötigt.
Interessierte, die Fragen haben oder Hindernisse für eine Teilnahme sehen, können sich gerne unter anmeldung-fortbildung@dissens.de bei uns melden und wir versuchen, eine Lösung zu finden!
Die Fortbildung findet im Rahmen des Projekts Querschnitt Antifeminismus – Radikalisierungsprozessen pädagogisch begegnen statt. Das Projekt wird gefördert von der Berliner Landeskommission gegen Gewalt der Senatsverwaltung für Inneres und Sport.

